BVMW für Bargelderhalt und steuerliche FuE-Förderung!

| 20. Februar 2017 | 0 Kommentare

BVMW-Präsident Mario Ohoven: „Nächste weltweite Finanzkrise vorprogrammiert.“

BVMW-Praesident Mario Ohoven, Foto: bvmw.de

BVMW-Praesident Mario Ohoven, Foto: bvmw.de

Berlin – Immer mehr Spitzenverbände fordern in immer kürzeren Abständen zur Aufrechterhaltung der Innovationsfähigkeit einer international wettbewerbsfähigen Wirtschaft steuerliche Anreize zur Förderung von Forschung und Entwicklung (Nortexa berichtete: http://www.nortexa.de/steuermehreinnahmen-fuer-systemische-fue-anreize-zu-nutzen/). Die selbe Intention zum Ausdruck bringend äußerte sich aktuell auch Mario Ohoven, Präsident des Bundesverbandes mittelständische Wirtschaft (BVMW), als er für Deutschland unverzüglich die steuerliche Forschungsförderung forderte. Vor kurzem erst forderte der BVMW-Chef eine Reformoffensive und beklagte, dass Schwarz-Rot die Lage verkenne (Nortexa berichtete: http://www.nortexa.de/bmvw-praesident-ohoven-fordert-reformoffensive/). Ohoven bekräftigte seine Forderung im Zusammenhang mit einer Beendigung der Benachteiligung des Mittelstands gegenüber Konzernen anlässlich der Veröffentlichung des Gutachtens der Expertenkommission Forschung und Innovation zum Stand der Innovationen in Deutschland. In 28 von 34 OECD-Staaten werden Investitionen in Forschung und Entwicklung unbürokratisch steuerlich gefördert, jedoch nicht in Deutschland, kritisiert Ohoven.

Mittelständische Unternehmen benötigten dringend eine einfache und gerechte steuerliche Forschungsförderung. Konkret schlägt der BVMW eine Steuergutschrift vor, derzufolge Klein- und Mittelbetriebe für bis zu 15 Prozent ihrer eigenfinanzierten Aufwendungen für Forschung und Entwicklung (FuE) eine Steuergutschrift erhalten sollten. Unter dem Strich würde sich dies für den Staat rechnen. „Für jeden Förder-Euro wird bei unseren Betrieben zusätzlicher FuE-Aufwand von 1,33 Euro mobilisiert“, rechnete Ohoven vor. Wie auch das Gutachten zeigt, könnte sich eine steuerliche FuE-Förderung in Deutschland sehr positiv auf die gesamtwirtschaftliche Lage auswirken. Vor kurzem erst hatte der BVMW zum größten Jahresempfang in der Bundeshauptstadt geladen. Mehr als 3.400 Unternehmer, Spitzenpolitiker aller Parteien, Parlamentarier, darunter 90 Abgeordnete des Bundestages, 80 Botschafter sowie weitere hochrangige Gäste waren anwesend. Dort mahnte der durch seine ungeschminkten Aussagen bekannte Verbandschef u.a. mit der Aussage zur Aufmerksamkeit, dass die nächste weltweite Finanz- und Wirtschaftskrise vorprogrammiert sei.

Nicht weniger deutlich spricht sich der Verband, nicht nur im Interesse des Mittelstandes, gegen eine Obergrenze für Bargeldgeschäfte aus. Dies wäre der erste Schritt auf dem Schleichweg zur völligen Abschaffung von Scheinen und Münzen und würde eine totale staatliche Kontrolle bedeuten. Auch könnten sich Sparer nicht vor negativen Zinsen schützen, womit ihrer schleichenden Enteignung nichts mehr im Weg stünde. Deshalb wird sich der BVMW im geplanten Konsultationsprozess der EU-Kommission für den Bargelderhalt einsetzen. In einer Unternehmerumfrage des Verbandes lehnten neun von zehn Mittelständlern die Abschaffung des Bargeldes ganz klar ab. Mit seiner klar formulierten Haltung gelingt es dem BVMW zunehmend ein maßgeblicher Faktor im Meinungsbildungsprozess zu werden.

Von Reinhold Meier

Der Beitrag BVMW für Bargelderhalt und steuerliche FuE-Förderung! stammt von NORTEXA.

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