Frauke Petry und die „Blaue Partei“

| 13. Oktober 2017 | 0 Kommentare

Neugründung: Angstgegner für die AfD oder Totgeburt?

Frauke Petry, Foto: frauke-petry.com

Frauke Petry, Foto: frauke-petry.com

Frauke Petry hat schon vor dem Verlassen der AfD eine neue Partei gegründet, die offenbar nur als eine Art demokratisches Muss fungieren soll. Auf Mitgliederzahlen und Zuwächse komme es ihr nicht an, erklärte sie auf Nachfrage. Viel mehr stelle sie sich eine Art Bürgerforum vor. „Frei und konservativ“ solle die Richtung sein. Ein Weg, von dem die AfD laut Frauke Petry abgekommen sei. Sie sehe schon seit zwei Jahren, dass die AfD einer Dynamik unterworfen sei, die den „Narrensaum“, also die stramm rechten Kräfte langsam aber sicher in die Mitte der AfD spüle.

Spekuliert wurde, ob die neue Partei „Die Blauen“ heißen soll, weil eine entsprechende Domain von Petry registriert wurde. Wie alles am Ende heißen soll, wie alles strukturiert und wie es mit dem Erfolg werden soll, wird die Zukunft zeigen, meinte die ehemalige AfD-Sprecherin. Dirk Driesang, Gründer der „Alternativen Mitte“ und einer der bisherigen Vertrauten von Petry, sagte dem SPIEGEL: „Wir werden nicht aus der Partei austreten und Petry auch nicht folgen“. Er sagte weiter: „Wir müssen innerhalb der Partei kämpfen. Das Beispiel von Bernd Lucke zeigt, dass eine Abspaltung von der AfD aussichtslos ist. Eine Abspaltung von der AfD ist eine Totgeburt.“

Die Frage, ob das neue Parteiprojekt eine Totgeburt oder ein Angstgegner für die AfD werden wird, sollen die kommenden Monate und Jahre zeigen. Das werden die Jahre 2019 mit der Landtagswahl in Sachsen und die nächste Bundestagswahl zeigen, sagte Ptery. Bernd Lucke, ehemaliger Sprecher der AfD und von Petry beerbt, meinte gegenüber dem Redaktionsnetzwerk Deutschland: „Ich halte das Projekt für völlig verkorkst“.

 

Schlagwörter: , , , , ,

Kategorie: Allgemein, Politik

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

%d Bloggern gefällt das: