Massiver Leistungsabfall bei Grundschülern

| 18. Oktober 2017 | 0 Kommentare

Folge der Zuwanderung?

Foto: knipseline / pixelio.de

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Berlin – Eine Studie des „Instituts für Qualitätsentwicklung im Bildungswesen“ hat alarmierende Erkenntnisse zutage gefördert. So haben sich die Kompetenzen von Grundschülern in den vergangenen fünf Jahren in den Bereichen Rechtschreibung und Zuhören deutlich verringert.

Bei der Orthographie erreichten im Jahr 2011 noch 65 Prozent der Kinder das Regelniveau, im Jahr 2016 waren es nur noch 55 Prozent. Auch bei der Fähigkeit, zuhören zu können, sank der Anteil der Schüler, die den Regelstandard erzielen, von 74 auf 68 Prozent. Ähnlich gravierende Reduzierungen des Leistungsniveaus ergaben sich im Bereich Mathematik.

Besonders groß sei der Leistungsabfall in Baden-Württemberg, das traditionsgemäß als Bildungsvorzeigeland galt. Dazu heißt es in dem Bericht zur Studie: „Jeder fünfte Viertklässler verfehlte bei der Testung 2016 den KMK-Mindeststandard im Bereich Orthographie, jeder sechste in Mathematik, jeder siebte im Lesen und jeder achte im Zuhören.“

Es ist davon auszugehen, dass vor allem grüne Bildungsreformen als Ursache der negativen Entwicklung in Baden-Württemberg angeführt werden können. So stehen besonders die Gemeinschaftsschulen in der Kritik, die im Jahr 2012 von der damaligen grün-roten Landesregierung eingeführt worden sind. Die Schülerzahlen an dieser Schulform haben in den letzten Jahren massiv abgenommen.

Ein weiterer Grund für die gravierenden Bildungsprobleme dürfte der hohe Migrantenanteil unter Schülern in Baden-Württemberg sein. Liegt er bundesweit bei Viertklässlern bei 33 Prozent, weisen im Ländle 45 Prozent der Schüler der vierten Klasse einen Migrationshintergrund auf.

Die Vorsitzende der Kultusministerkonferenz (KMK) und Bildungsministerin Baden-Württembergs, Susanne Eisenmann (CDU), sagte dazu: „Wir müssen zur Kenntnis nehmen, dass unsere bisherigen Antworten auf die größere Heterogenität der Schülerschaft unzureichend sind. Ein im hohen Maß selbstorganisiertes und wenig durch Lehrer angeleitetes Lernen ist sicher nicht die richtige Antwort.“

Sie räumt damit indirekt ein, dass auch die hohe Zahl von Zuwandererkindern einen Teil dazu beigetragen hat, dass sich die Leistungen so deutlich verringert haben.

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Kategorie: Politik

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