„Nafri“-Kritik an Verkehrsminister Alexander Dobrindt

| 6. Januar 2017 | 0 Kommentare

„Rassistischer Ausfall“

Alexander Dobrindt, Bild: http://www.alexander-dobrindt.de

Alexander Dobrindt, Bild: http://www.alexander-dobrindt.de

Von Torsten Müller

Berlin/Köln – Auch in der zurückliegenden Silvesternacht waren wieder unzählige nordafrikanische Männer aus dem ganzen Bundesgebiet nach Köln gereist, um dort ihren Aggressionen freien Lauf zu lassen. Nur dem entschlossenen Einsatz der Polizei ist es zu verdanken, dass sich die Ereignisse nicht wiederholten, die sich ein Jahr zuvor in der Domstadt zutrugen.

Selbst die Frauenrechtlerin Alice Schwarzer ist davon überzeugt, dass nur der konsequente Einsatz der Polizei Schlimmeres verhindert hat. So sagte Schwarzer wörtlich: „Dieselbe Sorte Mann wie vor einem Jahr legte es darauf an, in Köln auf ihre Art zu ‚feiern‘. Es handelt sich um entwurzelte, brutalisierte und islamisierte junge Männer vorwiegend aus Algerien und Marokko.“ Das Ziel der gewaltbereiten Nordafrikaner sei „eine Machtprobe, eine Herausforderung des Staats“ gewesen. Auch mit Blick auf die skandalösen Ereignisse aus dem Jahr 2015 findet Schwarzer deutliche Worte: „Es ging 2015 darum, es den westlichen ‚Schlampen‘ und deren Männern, diesen europäischen ‚Schlappschwänzen‘, mal richtig zu zeigen.“

Doch die Vertreter der meisten etablierten Parteien scheinen aus den Ereignissen nichts gelernt zu haben. Ihr Hauptinteresse liegt darin, Nordafrikaner vor vermeintlichen Diskriminierungen zu schützen. So entbrannte bereits am Neujahrstag eine Debatte um den Begriff „Nafri“, was im Polizeijargon so viel wie „nordafrikanischer Intensivstraftäter“ heißt. Grünen-Vorsitzende Simone Peter wertete die Bezeichnung als rassistisch und verknüpfte dies mit einer massiven Kritik am Einsatz der Polizei in Köln.

Nun hat sich Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) durch eine Äußerung in diesem Zusammenhang viel Kritik eingehandelt. Dobrindt sagte: „Die Menschen wollen klare Antworten auf die Frage, wie der Staat bestmöglich für ihre Sicherheit sorgt und sie zum Beispiel vor Nafris schützt. Mit dem Flüchtlingsstrom sind auch Unsicherheiten nach Deutschland geströmt.“

Obwohl Dobrindt nur den polizeiüblichen Begriff „Nafri“ verwendete, prasselte nun herbe Kritik seitens der anderen etablierten Parteien auf ihn ein. So kritisierte der stellvertretende SPD-Parteivorsitzende Ralf Stegner: „Herr Dobrindt sollte sich lieber um seine Themen als Verkehrsminister kümmern. Dazu gehört nicht, mit aufgeladenen Begriffen zu zündeln, um Ressentiments zu schüren.“ Linken-Chefin Katja Kipping warf dem CSU-Politiker einen „rassistischen Ausfall“ vor. Kipping dazu weiter: „Als Verkehrsminister ein Totalausfall, als Sicherheitspolitiker ein rassistischer Hetzer, für den alles Böse aus dem Ausland kommt und der abwertende Begriffe politisch hoffähig macht.“

Auch Grünen-Politiker Volker Beck wollte in der Schar der hysterischen Kritiker nicht fehlen. Der Staat müsse „für die Sicherheit seiner Bürger sorgen, keine Frage. Dazu gehört auch, dass er Minderheiten in Schutz vor rassistisch konnotierten Äußerungen nimmt.“

Worin die drei Politiker nun Rassismus erkennen wollen, wenn Dobrindt einen Begriff verwendet, der seit Jahren eine polizeiübliche Bezeichnung ist, bleibt wohl ihr Geheimnis.

Der Beitrag „Nafri“-Kritik an Verkehrsminister Alexander Dobrindt stammt von NORTEXA.

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